Die sieben wilden Brüder
Die sieben kahlen Bergspitzen verschafften den „Monte dei Sette Fratelli“ ihren Namen – der sich frei als „Sieben Brüder“ übersetzen lässt. Im riesigen, bewaldeten Naturschutzgebiet plätschert es überall in Bächen und Kaskaden. Es lässt sich hier auf ausgeschilderten Wegen herrlich wandern. Besonders eindrucksvoll: die Schlucht „Gola Rio Cannas“.
Geschichtsträchtiges
Hobby-Historiker können sich auf der Insel richtig austoben. Überall auf der Insel verstecken sich Hinterlassenschaften längst vergangener Kulturen: bei Barumini beispielsweise die Nuraghenstadt Su Nuraxi, weitere Grabungsstätten bei Oristano an der Westküste und bei Pula im Süden. Dazu in Cagliari die auf den Resten der Festungsmauer erbaute Citadella dei Musei.
Capo d'Orso
Das Capo d'Orso zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Italiens zweitgrößter Insel. Die bizarre Felsformation aus Granit, gelegen an der Nordostküste Sardiniens, verdankt ihre Bezeichnung "Bärenkap" ihrer an einen Bären erinnernden Form. Der Felsen beeindruckt schon aus der Ferne, aber auch der Aufstieg auf den in einer Höhe von 122 Metern gelegenen Gipfel lohnt sich. An klaren Tagen genießt man von hier aus einen ungetrübten Blick auf die Inselgruppe La Maddalena sowie die französische Nachbarinsel Korsika.
Nuragen
Eine weitere einzigartige Sehenswürdigkeit auf der Insel Sardinien sind die Kultstätten der Nuragenkultur, die sich auf der gesamten Insel, in besonderer Dichte aber im Nordwesten Sardiniens, finden lassen. Die Nuragen sind prähistorische Turmbauten unterschiedlichster Form und Größe und von den ursprünglich rund 10.000 auf der Insel errichteten Kultbauten sind bis heute etwa 7.000 erhalten. Ein besonders beeindruckendes Beispiel sind die Überreste des Brunnentempels Santa Cristina in der Provinz Oristano. Nicht nur für historisch Interessierte ist ein Besuch einer oder mehrerer dieser eindrucksvollen Stätten ein absolutes Muss bei einem Sardinien Urlaub.