Wir schießen alle jeden Tag unzählige Fotos - im Urlaub, auf Partys oder einfach, um schöne Momente mit Freunden und Familie im Alltag festzuhalten. Aber so schnell die Bilder gemacht sind und so schnell sie in irgendeine Cloud wandern, so schnell sind sie auch wieder vergessen. Schade eigentlich.
Wir möchten Dich dazu ermuntern, beim Fotografieren auf das Prinzip „Klasse statt Masse“ zu setzen.
Gerade in Zeiten wie diesen fokussieren wir uns auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Wir müssen uns im täglichen Leben einschränken und auf Verzichtbares verzichten. Diese Erfahrung kann uns auch beim Fotografieren helfen: Wir lernen, unseren Blick zu schärfen, uns auf wichtige Details zu konzentrieren, neue Perspektiven einzunehmen.
Mit unseren Tipps vom Foto-Experten werden Deine Bilder das, was sie immer sein sollten: eine bleibende Erinnerung an unvergessliche Augenblicke.
Oft denken Hobbyfotografen, die Qualität der Kamera entscheidet über die Qualität der Bilder. Aber das stimmt nicht. Es kommt nicht darauf an, wie viele Megapixel Du zur Verfügung hast, sondern darauf, wie Du diese einsetzt.
Wir hetzen im Alltag oft von einem Punkt auf der To Do-Liste zum nächsten. Viel zu selten nehmen wir uns Zeit, um innezuhalten. Doch gerade jetzt, da Dinge zum Stillstand kommen und die Welt kleiner wird, können wir das Tempo drosseln und das Beobachten wieder neu zu lernen. Denn: Beobachten ist der Schlüssel für gute Fotos. Nimm Dir Zeit, um das richtige Motiv zu finden.
Gute Bilder erfordern manchmal Geduld. Warte mit der Kamera in der Hand auf den perfekten Moment.
Die “Goldene Stunde”, also die Zeit kurz nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang, ist der beste Zeitpunkt, um Menschen oder atemberaubende Landschaften festzuhalten. Auch bewölkte Tage bieten ideale Bedingungen. Zu viel Licht, wie z. B. zur Mittagszeit, oder zu wenig Licht machen gute Aufnahmen schwierig.
Das sind wahrscheinlich die Motive, die Du fotografieren möchten. Ob Du zu Hause bist oder (irgendwann wieder) im Urlaub, zögere nicht, diese drei Elemente vor die Linse zu nehmen.
Es ist vollkommen in Ordnung, Portraits oder Landschaften zu fotografieren. Aber es zahlt sich aus, Motive mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So findest Du neue, interessante Perspektiven. Spiele mit Deiner Umgebung und überlege z. B. ob ein Teil eines Gebäudes eventuell mehr aussagt als die ganze Straße. Spiele mit Farben. Kannst Du verschiedene Motive mit der gleichen Farbe auf einem Bild zusammenbringen? Lasse Deiner Kreativität freien Lauf und experimentiere.
Dieser Tipp braucht ein bisschen Übung, aber vielleicht hast Du ja im Moment Zeit, ein paar Ideen und Inspiration zu sammeln: Schaue Dir z. B. die Familienbilder von Adrian C. Murray an. Er kreiert mit Hilfe seiner Kinder, natürlichem Licht und kreativen Perspektiven ganz natürliche, aber sehr eindrucksvolle Bilder. Dan Tom setzt mit seiner Reisefotografie auf kräftige Farben und klare Konturen - etwas, das man auch zu Hause nachahmen kann. Warte auf einen prächtigen Sonnenuntergang oder eine skurril geformte Wolke - und übe.
Landschaftsaufnahmen oder Familienbilder sind nicht so Dein Ding? Kein Problem. Bleibe beim Selfie-Knipsen - aber mache die Selfies zu was Besonderem.
Fülle z. B. nur eine Hälfte des Bildes mit Dir selbst, die andere Hälfte mit einem traumhaften Ausblick. Oder nutze einen Selfie-Stick, um mehr von der Umgebung aufs Foto zu bekommen.
Dein Fotoalbum oder Freunde, denen Du Deine Bilder zeigst, werden es Dir danken. Ein und dasselbe Motiv aus dem immer gleichen Blickwinkel ist irgendwann langweilig. Unerwartete Schnappschüsse lockern das Bilder-Portfolio auf und sind manchmal besser als perfekt inszenierte Fotos.
Unser Leben hat in der aktuellen Situation an Dynamik verloren, aber die Welt dreht sich weiter. Wie wäre es, dem Stillstand mit Bewegung zu begegnen? Ob fliegende Vögel oder springende Menschen - Deine Bilder werden dynamischer, wenn sie Bewegung festhalten.
Der großartige Fotograf Robert Capa sagte einmal: “Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, bist Du nicht nah genug dran.” Traue Dich, mit Deiner Kamera ganz nah an Dein Motiv ranzugehen. Zeige, was andere sehen sollten.
Wenn Du Menschen fotografieren möchten, dann kläre vorher ab, ob das ok ist. Das erspart Dir im Zweifel Ärger und Frust.
Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass fotografieren auch bedeutet, mit den Motiven und Elementen vor Deiner Linse zu spielen. Achte auf Kontraste, Spiegelungen oder Höhenunterschiede. Auch Fotos von Motiven, die schon millionenfach fotografiert wurden, können mit einem unkonventionellen Fokus frisch und inspirierend sein.
Erinnerst Du Dich an unseren Vorsatz auch beim Fotografieren auf „Klasse statt Masse“ zu achten? Schaue Deine Fotos durch, behalte die besten und lösche den Rest. Trau Dich! Es lohnt sich.
Es gibt viele wunderbare Fotografen, die ihre Bilder auf Instagram teilen. Folge ihnen und lerne von den Besten. Dazu gehören der bekannte Steve McCurry, der experimentierfreudige Shin Noguchi, Elena Shumilova mit ihrer verträumten Fotografie oder Simone Bramante mit seiner farbenfrohen, minimalistischen Fotokunst. Lass Dich inspirieren, solange Du die wunderbaren Länder dieser Welt nicht selbst bereisen kannst.
Jetzt ist es an der Zeit zu träumen und an die schönsten Urlaube zu denken. Was bietet sich da besser an, als die Zeit für ein Fotobuch zu nutzen oder Ihre Bilder endlich aufzuhängen? Mit unserem Kooperationspartner posterXXL.
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